Gefangene der Goblins

Sie waren ihrem Ziel so nahe…… Der Angriff der Wölfe kam überraschend, konnte aber zurückgeschlagen werden. Doch wie so vieles im Leben, hatte dieser Erfolg seine Schattenseiten. Er forderte von unseren Helden Tribut. Gerade Eamon hatte einstecken müssen. Mutig kämpfte er an der vordersten Front um seinen Kameraden den Rücken frei zu halten. Was auch gelang, allerdings war er schwer vom Kampf gezeichnet.

Da die Gruppe unter Zeitdruck stand, schonte sie sich nicht, es galt ja Ingram das Leben zu retten. Sie hatten bereits die meisten Kräuter und waren dem fehlenden Grünholunder auf der Spur. Mit letzter Kraft überwanden die Helden den Fluss um auf der anderen Uferseite ihr Glück zu versuchen.

Eamon ignorierte die Schmerzen seiner vielen Wunden. Es musste doch möglich sein die letzten Pflanzen zu finden. Er biss die Zähne zusammen und fokussierte sich darauf den Grünholunder unter der Schneedecke zu finden.

So merkte er nicht, dass er sich nach und nach von seinen Kameraden entfernte. Und auch nicht, dass er mittlerweile nicht mehr alleine war.

Boorgub musste wachsam sein. Sein Meister war unzufrieden, da bisher zu oft irgendwelche Kreaturen dem Haus zu nahe gekommen waren. Und auch das Essen wurde langsam knapp. Er war es leid immer als einer der letzten vom Essen zu bekommen. Er wusste, dass er mehr leisten konnte und man ihn unterschätzte. Sollte er einen seiner Kameraden zum Kampf herausfordern, oder doch eher…….Halt, da hatte sich doch etwas bewegt. Ein Mensch. Diese kleinen Riesen, denken immer sie seien etwas Besseres.
Doch dieser war unvorsichtig. Zum einer war er alleine unterwegs, verwundet und schien sich nicht wirklich für seine Umwelt zu interessieren. Und er lief in Richtung unseres Hauses. Schon bald würde er als einer der ersten Essen. Er spannte seinen Bogen und zielte….

Eamon hörte nur ein leises Zischen. Im Vollbesitz seiner Kräfte hätte er noch reagieren können, aber nun erschrak er einfach nur. Man griff sie an. Was war hier los?
Der Angriff galt nicht ihnen, sondern nur ihm. Von Noena und Korvus war nichts zu sehen und auch vom Schützen fehlte jede Spur. Der nächste Pfeil schwirrte durch die Luft und ihm wurde klar, dass es Zeit für einen taktischen Rückzug war. Würde er seinen Spuren folgen, müsste er irgendwann auf die Spuren seiner Kameraden treffen. Gemeinsam hatte sie eine deutlich besser Chance sich dem oder den Gegner(n) zu stellen. Der Pfeil schlug ein und Eamon lief los…….

Ein feiges Pack diese Menschen. Kaum schlägt in ihrer Nähe ein Pfeil ein, laufen sie ängstlich davon. Ich bin aber auch selbst Schuld. Ich hätte noch einen Moment länger warten und besser zielen sollen….Nun gut, die Chance war noch nicht vorbei. Jetzt hieß es erst einmal den Feigling zu stellen.

Für seine Verletzungen war der Mensch recht flink. Dennoch konnte Boorgub aufschließen. Gerade als das Glück sich zu seinen Gunsten zu wenden schien, entdeckte er zwei weitere Menschen. Mist. Dann würde er doch Hilfe holen müssen.

Puh. Wir hatten es alle bereits von Kind auf gelernt. Trenne dich nie in der Wildnis von deiner Gruppe. Diesmal schien es noch gut gegangen zu sein. Letztlich fanden wir durch diesen „glücklichen Zufall“ sogar den dringend benötigten Grünholunder. Doch Freud und Leid liegen oftmals dicht beieinander. Kaum war die erste Freude über den Fund abgeklungen entdeckten wir eine Gruppe von 5 Goblins. Diese kleinen Mistviecher……..

Wir mussten uns also dem Kampf stellen. Und es sind ja nur 5 Goblins……..

Die Goblins waren stärker als erwartet. Nicht nur, dass diese gut mit ihren Bögen umzugehen wussten, sie nahmen sich auch gezielt einen nach dem anderen von uns zur Brust. Doch was machte Korvus da? Ohne Not lief er voran. So konnten wir uns nicht gegenseitig Deckung geben und da er ja der Meinung war keine schwere Rüstung tragen zu müssen, war er ein leichtes Ziel. Und so war es dann auch. Korvus wurde schwer verwundet. Einer weniger. Aber noch hatten wir eine Chance. Schließlich konnten wir bereits zwei von Ihnen erledigen. Doch gerade als wieder etwas Hoffnung aufkam wurde Noena schwer getroffen.

Es hieß nun also einer gegen drei. Ich hätte sicher weiter bis auf Leben und Tod gekämpft, aber es ging ja nicht nur um mich. Zwei meiner Kameraden lagen hier schwer verletzt im Schnee, selbst wenn ich die Goblins besiege, muss ich unter diesen Umständen zwei Menschen gesund pflegen. Aber ich war ein Kämpfer, kein Heiler. Der kämpfte gerade anderswo und das Leben von Ingram.

Ich tat also, was getan werden musste. Unter der Bedingung, dass man sich um meine Kameraden kümmern müsste, legte ich die Waffen nieder.

Ha, ich wusste doch, dass die Menschen schwache Feiglinge waren. Zwei hatten wir locker besiegt und der dritte ergab sich. Ha. Er bettelte noch, dass wir uns um seine Freunde kümmern müssten. So ein Narr. Natürlich nehmen wir die mit und päppeln sie wieder ein wenig auf. Dann schmecken sie später doch auch viel besser………

Man fesselte uns und brachte uns in ein Anwesen in südlicher Richtung.  Es bestand aus einem Haus und kleineren Hütten und Stellen drum herum. Man sperrte uns in einen Kellerraum. Nachdem man uns notdürftig versorgt hatte, stellte man uns ein Treffen mit dem „Meister“ in Aussicht. Wer mochte sich wohl eine kleine Einheit von Goblins halten? Und das mitten im Wald. Eine Hexe? Die ganzen Kräuter und Phiolen schienen ein erster Anhaltspunkt zu sein.

Plötzlich öffnete sich die Tür………..

3 Kommentare zu „Gefangene der Goblins“

  1. Was haltet ihr davon, wenn ich, je nach Laune, so kurze Episoden fortspinne. So habt ihr in der Zwischenzeit immer mal wieder ein wenig „Futter“ und eine Idee in welche Richtung es weiter geht.

      1. Ich wollte eigentlich nur die Geschichte ein kleines Stück fortführen und ein klein wenig für Atmosphäre sorgen. Allerdings ist mir die „Einleitung“ etwas zu lang geworden und setzt auch sehr früh an.
        Es spricht also nichts dagegen, wenn ihr (in diesem Fall Alina), bei der Geschichte zur Spielrunde eine subjektiv andere Wahrnehmung habt. Ggf. kann es ja sogar spannend sein die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven zu lesen.

        Ich hoffe es ist okay, wenn ich, wie in diesem Fall Eamon, einen Spieler etwas mehr in den Fokus rücke. Ich möchte da niemandem auf den Schlips treten. (Ich habe mir die Stelle: Ich (Eamon) war echt froh nicht wieder niedergeschlagen worden zu sein…..) gespart. 😉

Kommentar verfassen

Nach oben scrollen